Hilfsschule

Die Hilfsschule im Nationalsozialismus

von Kirsten Knaack

1.1.2. Charles Darwin

Von dieser Grundidee wurde Charles Darwin (1804-1892) in seinem Buch über die Evolution „On the Origin of Species by Means of Natural Selection or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life“ (deutsch 1860: „Die Entstehung der Arten im Thier- und Pflanzen- Reich durch natürliche Züchtung oder Erhaltung der vervollkommneten Rassen im Kampfe um‘s Daseyn“) beeinflusst. Dort bewies er, dass die Natur kein Schöpfungsakt war, sondern das Ergebnis einer langen Evolutionskette (vgl. Drechsel, S.87). Der ‚Kampf ums Dasein‘ sei eine notwendige Folge von Übervermehrung der Organismen. Dadurch würden nur die am besten der Natur angepassten überleben, die schwächeren würden zum Opfer fallen. Dabei ging Darwin allerdings nicht auf die sich aus dieser sog. Deszendenztheorie ergebenden Folgen für die Evolution des Menschen ein.
Den Begriff der Menschwerdung begriff Darwin als einen Teil des Evolutionsprozesses, so schließlich in seinem 1871 erschienenen Buch „The Descent of Man and the Selection in Relation to Sex“ (vgl. Darwin 1860, S.92 ff.).
Schon kurz nach dem Erscheinen von Darwins Werk entstand der Sozialdarwinismus, „eine biologische Dimension der Geschichte“ (Drechsel, S.89).

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